Sonntag, 17. Dezember 2017

Begegnungen

Es wird Zeit.
Für einen Besuch, von Neugier getrieben.
Was er wohl macht, mein Baumfreund. Den ich letztes Jahr,  vorletztes Jahr und im Januar 2014 schon besuchte, wie zunehmend andere Naturliebhaber wohl auch auch. Also auf gehts, zum langen Wochenendelauf.


Und da ist er auch schon! Größer und schöner, und wieder ansehnlich herausgeputzt!










Seine Fans haben ihn jahreszeitgemäß geschmückt, steht ihm gut.
Doch da lugt etwas weißes zwischen den Zweigen hervor...
Ich gehe mal näher ran...







Da hat doch jemand seinen Brief ans Christkind deponiert, aber einen Brief der anderen Art.











Mein Baumfreund steht in einem Naturschutzgebiet, in der Mitte ein großer künstlicher See, auf dem zahlreiche Vögel zu sehen sind.







Diese Schwäne kann ich identifizieren, die anderen wegen des Gegenlichts eher nicht.








Das Naturschutzgebiet ist deutlich gekennzeichnet, dass Hunde daher anzuleinen sind, auch. Doch leider sind einige Analphabeten unterwegs. Von 7 Hunden, die ich sehe, ist nur einer angeleint.
So etwas ärgert mich, denn Stöckchenwerfen kann man nur ein kurzes Stück weiter auch.
Ich spreche einfach mal einen der Hundehalter an.
Ob er wisse, dass hier ein Naturschutzgebiet sei. Jaja.
Und dass daher Hunde anzuleinen sind?
Ja, eigentlich schon, macht er sonst immer, nur mal heute nicht.
Und warum heute nicht?
Aus Respekt vor dem Hund und der sei ja auch immer abrufbar, usw. usw. usw.
Und was ist mit dem Respekt gegenüber den anderen Tieren hier?
Ach darum geht es doch gar nicht! Und Bock auf Diskussion hat er jetzt auch nicht.
Abmarsch Mann mit Hund.
Naja, war mir ja eigentlich vorher klar.
Wenigstens nehme ich etwas mit aus diesem kurzen Dialog: Neuen Schwung für die nächsten Kilometer, Ärger herunterregulieren.

Im nächsten Wald (Kein Naturschutzgebiet) noch mehr Begegnungen. Mit Menschen in waidmannsgrünen Gewändern, ihre Flinten über der Schulter. Wahrhaftig Vorbereitungen zu einer Treibjagd. Nichts wie weg hier, mein Diskussionsbedarf für heute ist gedeckt.







Am Erftufer treffe ich noch auf einen Waldbewohner, der sich nicht stören lässt. Ein Glück, dass Reiher eher weniger auf der Speisekarte stehen.

Schöner Lauf heute, was das Laufen angeht. Und wenigstens war die Begegnung mit meinem Baumfreund schön.






4°, 16,7 km, 1:51:59, 6:41 Min/km, HF 138

Kommentare:

  1. Liebe Elke,
    viele Begegnungen für einen Lauf. Schade, dass auch so unerfreuliche dabei sein mussten. :/
    Aber "dein" Bäumchen ist doch jedes Jahr wieder ein schöner Anblick. :D (Hier wäre der Schmuck heute unter dem Schnee verschwunden!)
    Schön, dass du heute Schweini wieder besiegen konntest! ;)

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    1. Liebe Doris,
      ah, dann habt Ihr nun Schnee? Wäre ja auch ungerecht, nachdem wir letzten Sonntag so im Weiß "baden" konnten...
      Laufen bietet immer wieder Überraschungen, Ansichten Einsichten, Aus- und Einblicke. Klar dass die nicht immer nur schön sein können. Aber wären sie überwiegend nicht schön, hätte ich das Laufen wohl schon längst drangegeben.
      Liebe Grüße
      Elke

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  2. Dem Brief kann ich voll und ganz zustimmen. Seit ich Kinder habe freue ich mich auch wieder auf Weihnachten und die leuchtenden Kinderaugen

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    1. Lieber Markus,
      ich fand den Brief sehr berührend. Und auch schön, dass die anscheinend frisch gebackenen Eltern das so bewusst wahrnehmen.
      Liebe Grüße
      Elke

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  3. Liebe Elke,

    mit dem schönen Brief auf der einen und der fruchtlosen Diskussion auf der anderen Seite hast Du ja zwei sehr gegensätzliche Extreme während Deines Laufes gehabt. Zusammen mit dem Weihnachtsbaum überwiegt aber das Schöne.

    Ich bin zwar auch nicht unbedingt ein Freund der Jägerei, aber ganz sinnlos ist schon nicht.

    Liebe Grüße
    Volker

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    1. Lieber Volker,
      ja, es war ein kontrastreicher Lauf. Eben wie das wahre Leben, Gutes und nicht so Gutes war dabei.
      Die Jägerei, nun ja. In dem kleinen Wald gibt es sicher weder Wölfe noch Bären. Und sicher nicht rudelweise Schaden anrichtendes Wild. Ihre Familien können die Herrschaften zudem auch sicher durch Einkauf der benötigten Güter im nächsten Laden ernähren. Aber das ist ein Thema für sich. Ich hatte mal einen jagenden Chef, der hat mir auch 1000 Gründe genannt. Von denen aus meiner Sicht 950 nicht so wirklich überzeugend waren.
      Liebe Grüße
      Elke

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  4. Liebe Elke,
    oh dieser süße Weihnachtsbaum. Ich finde das ja sooo lieb das sich da jemand die Arbeit macht. Und der Brief ist ja allerliebst. Schön, das es sowas noch gibt :-)
    Die Hundebesitzer und ihre Hunde, tja ein ganz heikles Thema. Ich mag Hunde nur, wenn sie anständig erzogen sind. Und das erforder ja zumindest schon mal ein Herrchen, das ebenfalls anständig ist ...
    Ich finde es tapfer von dir, das du es mit diskutieren versuchen wolltest. Vielleicht denkt der Herr ja doch mal drüber nach? Man kann nur hoffen.
    Liebe Grüße
    Helge

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    1. Liebe Helge,
      ich glaube, das ist eher eine Gruppenschmückaktion am Baum, also nach dem Motto jeder bringt was mit.
      Tja, die Hunde sind meiner Meinung nach eher nicht das Problem. Das hängt am anderen Ende der Leine - wenn eine solche zum Einsatz kommt. Der Hund meines Dialogpartners war übrigens zum Mitnehmen lieb, genau wie ich mir mal einen wünschen würde. Er folgte sofort, als Herrchen abmarschierte. Ja, dieser Hund weiß wie man sich benimmt...
      Liebe Grüße
      Elke

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    2. Ja klar, es sind die Hundehalter, nicht die Hunde. Ist genau wie bei den Kindern. Da sind es ja auch die Eltern, die es einfach nicht hinbekommen mit der Erziehung.
      Ich wollte auch immer einen Hund. Inzwischen bin ich ganz froh, das es Katzen geworden sind :-)))
      Liebe Grüße
      Helge

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  5. Manchmal kann ich mich über Hundehalter auch nur wundern, oft wundere ich mich aber auch über Eltern oder Fahrradfahrer... viele Menschen machen die Dinge einfach so extrem anders als ich, dass mir wirklich oft nur das Kopfschütteln bleibt.
    Schön, dass der Lauf sich trotzdem gelohnt hat! Das ist das Wesentliche!

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    1. Liebe Claudi,
      ach, es ist wohl ein Symptom der Zeit, dass jeder nur an und für sich denkt.
      Ansonsten war es ein schöner Lauf, klar.
      Liebe Grüße
      Elke

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  6. Ich habe noch nie einen angeleinten Hund in unserem Naturschutzgebiet getroffen. Selbst im Stadtgebiet gilt eigentlich Leinenzwang. Es ist sinnlos ...

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    1. ... und ein Jammer ist es dazu.
      Liebe Grüße
      Elke

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  7. Ich halte mich auf eurer Diskussion besser raus. Mit "Nichtundehaltern" kann man über gewisse Dinge nicht diskutieren :( !!!.
    Trotzdem schöne Grüße Heidrun

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    1. Liebe Heidrun,
      man kann über vieles diskutieren, aber da, wo zum Wohl der Natur eben gewissen Regeln eingehalten werden müssen, ist wirklich kein Raum für Diskussion. Wenn denn das nächste Hundefreilaufgebiet in der Eifel läge, hätte ich ja Verständnis, aber es läge ca. 200-300m weiter weg. Ok, für manchen Hundehalter unüberwindbar, ich verstehe. Der Hund von dem Typen wäre übrigens genau meine Sorte gewesen, und folgsam war er auch. Geistig also seinem Herrchen überlegen.
      Liebe Grüße
      Elke

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  8. Liebe Elke, ich schlage vor, wir gehen mal zusammen eine Runde um den Boisdorfer See. Danach können wir uns mal ausführlicher über das Thema unterhalten. Liebe Grüße Heidrun

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    1. Liebe Heidrun,
      gern. Aber nur mit angeleinter Paula.
      Liebe Grüße
      Elke

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