Sonntag, 23. Juli 2017

Doppeltes Originalstreckentraining

Während mein eidgenössischer Ehemann am Wochenende ein Teilstück des demnächst wieder anstehenden Jungfrau-Marathon unter die Laufschuhsohlen nahm, gönnen Heidrun und ich uns eine andere Spezialität:
32 km auf dem Original-Kurs des Monschau-Marathons. Und nicht nur das,  der ausrichtende TV Konzen bietet begleitete Trainings an: Link. Das nenne ich einen erstklassigen Service! Am Treffpunkt werden 3 Gruppen nach Laufstärke eingeteilt und einige Dutzend Trainingswillige begeben sich an den Streckeneinstieg bei Widdau.

Ganz klar, Heidrun und ich entscheiden uns für die langsamste Gruppe. 32 km, und das noch profiliert, ist eigentlich eine Schippe zu viel, nach meinem Trainingsplan wären erst 28 flache km dran.
Aber andererseits, so eine schöne Gelegenheit darf man sich nicht entgehen lassen.
Bei 12° stellen wir uns der Herausforderung. Ich bin gespannt, was mich erwartet, bin ich ja keine Berggazelle. Mein Blick erspäht einige Event-Shirts vorangegangener Ausgaben des Laufs, der in seine 41. (!) Ausgabe geht.

Bald sind Heidrun und ich in einer netten 6-er Gruppe (+/-). "Unser" Pacemaker erklärt uns einiges Wissenswerte rund um die Veranstaltung in Monschau. Ein wunderschöner Landschaftskurs, wie wir bald sehen.
Die ersten 10 km (ab Trainingsstartpunkt) beginnen mit einem der längsten Anstiege, uff, geht sich aber gut. 😉






Bald erreichen wir die Eifelhöhen, wo uns der Wind kräftig durchpustet. Aber inzwischen sind wir gut warm geworden und stecken das weg.




















Und dann kommt - die erste Verpflegungsstelle. Jawoll, hier wird man auch noch bestens organisiert verköstigt, einmalig!👏
Weiter gehts, bevor wir auskühlen und uns noch etwas einfangen.








Wir tauchen wieder ein in schöne Eifellandschaft, genießen die frische, wohltuende Luft. Das Tempo ist moderat, wie wir es uns wünschten. Und so bleibt Luft zum Schnattern. Wir tauschen Eindrücke verschiedener Marathons aus: Köln, München, Hamburg. Einig sind wir uns über einen in der Nähe: Ahrathon, den die Monschauer im letzten Jahr entdeckten. Wir sind uns alle einige: DA gehts 2018 hin!




















Weitere Verpflegungspunkte folgen, wir sammeln einige Läuferinnen auf und unsere Gruppe vergrößert sich ein wenig. Wobei wir uns ja einig sind, wir sind nicht die Nachhut, sondern -schließlich sind wir im Rheinland- wie beim Karnevalsumzug der Prinzenwagen am Ende sind wir doch der Höhepunkt des Ganzen 😍.
Nun ja, ein bischen Spaß muss sein. Der weitere berüchtigte Anstieg, Leyloch, harrt unserer und wir sparen gehend unsere Körner.
Das letzte Drittel zehrt mich ziemlich aus. Aber die schönen Häuser und Hecken in Mützenich und zuvor Kalterherberg schaue ich mir gern an.

Noch ein V-Punkt, 3 km vor dem Ziel und dann heißt es, das letzte Stück bis zum Ziel zu laufen. Es geht gut abwärts, und plötzlich spüre ich arg mein rechtes Knie. Das ist jetzt blöde. Und dann sehe ich, wie Heidrun vorne Gas gibt und sogar unseren Pacemaker überholt. Wie sie später sagt, wollte sie endlich auch ankommen, wie schon die vielen Schnelleren vor uns.
Mir egal, es geht um nichts heute. Und ein letztes Stück mit Trailcharakter, Aufwärtsanstieg über zerfurchten Fels, gehe ich sicherheitshalber lieber.
Der Kirchturm von Konzen zeigt schon seine Spitze, und da ist das Ziel!

Nach einem sehr schönen Trainingslauf komme ich zufrieden an. Heidrun ist schon da und wir holen uns am Dorfplatz eine letzte Stärkung ab, geben GERNE einen Obolus in die Vereinskasse.

Ein herzliches Dankeschön an den TV Konzen und das Team, das die Traingsläufe durchführt! 👏
So konnten wir eine schöne Trainingsabwechslung erleben.

Die ungewohnten Höhenmeter (meine Uhr zeigt mir 635m hinauf und 465m abwärts) zehren an den Waden und die heiße Badewanne tut gut, obwohl daheim (wir sind ja eine Autostunde entfernt) 23° herrschen. Nächsten Sonntag wohl wieder 😅

32 km, 3:54:03 (zzgl. Pausenan den V-Punkten), (7:18 Min/km), HF 138

Donnerstag, 20. Juli 2017

Seerunde

Der Sommer ist ja an sich schön, wenn er nicht sooo warm wäre. Der lange Lauf des Wochenendes jedenfalls fiel bei 26° enorm schwer. Auch fleißiges Wassertrinken und eine Salztablette vermochten die Plackerei nicht zu erleichtern.
Gestern dann eine weitere Sommererscheinung: Gewitter. Und wie so oft, wenn etwas Spektakuläres passiert, habe ich keine Kamera dabei und sogar das Smartphone daheim vergessen. Jedenfalls wurde es zwischen 15 und 16 Uhr in der Kölner City fast nachtdunkel und der Regen fiel so dicht, dass er wie eine Nebelwand die Aussicht vom Fenster in dunkelstes Grau tauchte. Welch ein Naturschauspiel! Keiner konnte nach Hause gehen, das Verlassen des Gebäudes ging bei solchem Wetter einfach gar nicht.
Von Laufen am Abend ganz zu schweigen.

Noch heute am Morgen donnerte es und der Garten wurde gewässert. Und im Anschluss keine frische kühle Luft, sondern rheinische Schwüle. Aber ich habe ja heute nur 12 gemütliche Kilometer.
Das ist genau die Distanz um eine kleine Seerunde zu absolvieren. Nämlich zum kürzlich künstlich angelegten See und wieder zurück. Um selbigen herum geht nicht, mangels Weg und wegen Umzäunung.


Der Feldweg zum Seelein ist zugewachsen, aber gemäht, was zu einem unfreiwilligen Storchengang-Laufstil führt. Kann ich das als Laufkrafttraining verbuchen?
Die beiden Aussichtspunkte, die mit ihren Sichtöffnungen getarnte Tierstudien ermöglichen sollen, beginnen auch zuzuwachsen.
Vergleichsbild vom März:







Das Anlegen künstlicher Seen scheint gewisse Tücken zu haben.
Denn mittig haben sich zwei Inselchen gebildet.



















Auf der hinteren hat es sich eine kleine Reihergruppe bequem gemacht, allerlei andere Gefiederte, die ich mangels ornithologischer Kenntnisse leider nicht näher bestimmen kann, tummeln sich auch.

Heute laufe ich statt wie sonst zurück zur Straße, einfach mal auf dem Storchengangweg weiter. Er führt zu einer Wasserzapfstelle, von der ein Feuerwehrschlauch zum Seelein führt. Ok, dann fehlt nur der "Wasser marsch"-Befehl, und der Seepegel kann wieder hergestellt werden.
Diese Erkenntnis kostet mich eine juckende Stelle am Bein, als ich eine Brennnessel unterschätzte.
Er bringt mir die Bekanntschaft mit einem gut tragenden Brombeerstrauch. Den gehe laufe ich sicher nochmal besuchen 😋



26°, 12 km, 1:20:55, (6:46 Min/km), HF 133

Sonntag, 16. Juli 2017

Kölner Zoolauf 2017 (10 km, ungefähr)

Der Kölner Zoolauf in 5. Auflage - endlich Zeit, ihn auch einmal zu probieren. Allerdings sollte der Spaß im Vordergrund stehen, weswegen wir uns nicht für den Top-Lauf, sondern für die Fun-Variante entschieden hatten. Bei dieser kann man nach jeder der 1,6-km-Runden entscheiden, ob man noch eine dranhängt oder den Zielschwung ansetzt.
Die meisten der Teilnehmer waren ebenfalls mit lockerer Intention unterwegs, so waren wir nicht ganz allein...









Zudem hatten wir lieben Besuch dabei. Doris war extra aus der Nähe von Salzburg rein ins Rheinland gekommen, um ebenfalls (unter anderem) diesen Lauf mitzumachen.
Und so reihten wir uns ein bei den anderen knapp 1.500 Fun-Runnern, die gleich darauf den Besuchereingang stürmten.
Ohne eine Eintrittskarte zu lösen, die trug jede/r schon am Körper.







Ist das nicht mal eine süüüüße Startnummer?!
Ja klar, da erfüllt man gern das Motto des Laufs "Mer renne för de Dierche" (Wir laufen für die Tierchen).
Und damit selbige nicht allzusehr gestört werden, muss das Publikum leider draußen bleiben. Nur am Anfang gibt es etwas kölsche Tön (Musik des Kölnischen regionalen Brauchtums), dann laufen wir durch ein ruhiges, wenngleich durch diverse exotische Laute beschalltes Zoogelände.
Zunächst kommen die Trampeltiere, also ich meine die im Gehege. Leider zeigt sich mir während der 6 Runden keines, und auch das Kamel erwische ich nur ein mal kurz gegen Ende meines Laufs.
Die Erdmännchen haben sich komplett in ihre Gänge verzogen, aber die Flamingos grüßen mit ihrem farbintensiven Federkleid. Sie halten sogar still, doch leider sind die Bilder zu verwackelt geworden.

Dafür erfreuen uns auf der ersten Runde aber die Jungs und Mädels mit den knallroten Hinterteilen. Am Anfang noch die ganze Horde, aber von Runde zu Runde finden sie ihre entfernten Verwandten weniger interessant.
Doris und ich (Chris ist wie üblich über alle Berge und wir erwarten, von ihm überrundet zu werden) haben genug Zeit zum Schauen, da doch die Zoowege nicht unbedingt auf größere Läuferfelder ausgelegt sind und wir öfter eingebremst werden. Ab Runde zwei wird es später erträglicher werden.
Plötzlich gehts bergauf, hui, eine Bergpassage hinter dem Elefantenhaus! Nun ja, allzu hoch ist es nicht, aber immerhin kann man danach einmal kurz rollen lassen, sollte aber nicht den Blick nach links verpassen, wo ein Elefant seinerseits uns nicht verpassen will.






















Ich versuche, trotz der einsetzenden Dämmerung hier und da Fotos zu machen. Doris kann ich nicht verlieren, schließlich haben wir uns originellerweise in die roten Veranstaltungsshirts geworfen 😉.

Hier passieren wir gerade das Robbenbecken. Leider sind die Burschen immer gerade unter Wasser, und kaum lasse ich die Kamera sinken oder habe sie noch nicht startklar, legen sie fotogene Luftsprünge hin.


Vorbei an der Vogelabteilung mit vielen interessanten akkustischen Kommentaren, dem leeren Giraffenareal und einem müden Bison (wo ist kommt eigentlich immer die besondere Duftnote an dieser Stelle her?) gelangen wir zum heute lebhaftesten Gehege:




Dort wird eine Horde der Gattung "Zuschauer" gehalten und uns Läufern (sowie wir ihnen) präsentiert. Ein paar Exemplare machen sich sogar nützlich, verteilen Wasser und einer erzählt etwas über Mikro.

Ein Stück weiter ist das Pendant (sorry für die Verwacklung), hier werden die heranwachsenden Zuschauer gehalten...

Und schon haben wir die erste Runde absolviert. Nun wissen wir, wo welche Gehege liegen und wo es jeweils etwas zu sehen gibt.








Doch das meiste passiert dann doch auf der Strecke. So erwische ich dann wenigstens einen zweibeinigen Tiger.

Wir sind uns einig, dieser Lauf ist eben etwas anders.








Selten sieht man bei Veranstaltungen Läufer so verweilen, um in aller Ruhe Fotos zu machen.








Gern verlässt man auch die Strecke für seine Lieblingsmotive.

Doris und ich halten uns ran - und wollen natürlich die Überrundung durch meinen eidgenössischen Ehemann abwenden, was uns schlussendlich auch gelingt.
Aus dem engen Slalom um die Mitläufer herum am Anfang wurde inzwischen längst ein Riesentorlauf, nur noch hier und da müssen wir unsere Ideallinie verlassen. Kein Wunder, einerseits zieht sich das Feld auseinander, andererseits nutzen Teilnehmer die Möglichkeit, ohne Gedränge an den Gittern und Zäunen ungehinderte Blicke auf die Tiere zu werfen. Ja es gibt sogar Teilnehmer, die nach einer Runde und weit mehr als einer Stunde dafür ins Ziel kommen. Warum nicht? Wer schnell sein will, war eh' beim Toplauf dabei.
Doris entscheidet sich nach 4 Runden, die fünfte als Auslaufrunde zu nutzen. Ich steigere mein Tempo ein wenig und möchte nun doch noch den Kalorienverbrauch etwas forcieren. Kann dann doch nicht widerstehen, dieses schöne Motiv, passend zur Startnummer und zum Shirt, einzufangen. Verpasse dafür leider das Nilpferd. Das Hinterteil des Zebras hingegen war dann doch nicht fotogen genug.



















Mit kölscher Schnapszahl 1:00:01 auf meiner Uhr beende ich meinen Lauf und treffe Doris und Chris hinter dem Ziel, wo sie sich schon am Getränk laben.
Herrlich, hat Spaß gemacht, gerne wieder!

Noch mehr Spaß haben wir später, als wir unsere Resultate abrufen können.
Hey, Doris ist 1. ihrer AK bei den 5-Runden-Läufern!
Hey, Chris ist 1. seiner AK über 10 km!
Hey, ... genau, ich auch in meiner!
Da sitzen doch 3 zufriedene Sieger auf dem Sofa nebeneinander!
Und so locker munter haben wir das vollbracht!
Wenn das mal immer so liefe...

Mittwoch, 12. Juli 2017

Momente wie diese


Mal wieder eine Dienstreise. Und eine, die ein wenig Zeit zum Laufen erlaubt.
Als ich am Abend meinen Koffer zum Hotel rolle, bin ich noch skeptisch. Bahnhofsareale, zumal in trüber Abenddämmerung, sind nicht immer die Aushängeschilder der Städte. Wenigstens passiere ich das Wahrzeichen der schönen Hansestadt Lübeck und erinnere mich an eine Klassenreise vor ... ähm, 41 Jahren hierher.
Doch schon angekommen im Hotel ändert sich mein Eindruck. Kleines, historisch anmutendes Haus, leichte Klassikmusik im Flur. Putzige, nach außen aufschwingenden Fenster (Wie lüftet man dann eigentlich bei Regen?) lassen frische Luft hinein und die Laute der Boten des Nordens: Möwengeschrei.
Herrlich!
Das Bild von Willy Brandt als großem Sohn der Stadt über dem Bett hingegen entspricht nicht ganz meinen persönlichen Vorlieben.


Einen Morgenlauf habe ich mir vorgenommen, obwohl der Wetterbericht Dauerregen prophezeit.
Gegen 1/2 7 bin ich auch schon startklar. Ich laufe eine Runde um die Altstadt, die als Insel von den Flüssen Trave und Wakenitz umflossen malerisch gelegen ist.
Noch ist es trocken, als ich die noch unspektakuläre Nordhälfte entlangtrabe.


Doch immerhin, maritimes Ambiente ist mir eine willkommene Abwechslung.
Bald setzt dann auch der angekündigte Regen ein. Unter den Bäumen eines Uferwanderweges jedoch spüre ich davon noch nicht allzuviel.
Bis es dann letztendlich auch kräftig durchs Laub hindurch plätschert.


Ein einsamer Gassigänger ruft mir etwas freundliches zu. Hört sich ungefähr an wie "Schoddriges Wäddä hamwirheudä, rummälbummbuddälrumgrummälrum" - also DER Dialekt ist etwas schwierig. Ich rufe ihm einen Gruß zu und lächle zurück.

Doch schon bald merke ich, wie gefährlich das Laufen hier ist. Das teils sehr grobe und unebene Kopfsteinpflaster, nun zudem nass, ist partiell schlitterig. Und dann diese wunderschönen Häuser und Winkel, die immer wieder zu sehen sind! Ich kann gar nicht genug den Kopf hin und her drehen. Die Kamera muss ich inzwischen in einem Plastikbeutel verstauen, suche mir zum fotografieren halbwegs regengeschützte Standorte. Weswegen leider viele schöne Motive hier nicht gebührend gewürdigt werden können.
Der Regen ist mir inzwischen völlig egal, bin eh' durchnässt. Einer anderen Dame ergeht es auch so. Die steigt grazil nach dem Morgenbad im Bikini an ihrer persönlichen Badeleiter aus der Trave auf ihren schicken grünen Rasen direkt am Fluss. Es sind immerhin ca. 14°.
Ganz schön hart sind die hier oben drauf!

















 
















Nach der äußeren Umrundung geht es noch ein wenig kreuz und quer durch die Gassen der Altstadt, die gerade zum Leben erwacht. Zu meiner Überraschung ist es hügelig! Kann ich also noch ein paar, allerdings wenige, "Bergmeter" verbuchen ;-)





Eigentlich wollte ich schon längst die Kamera endgültig verstauen, denn längst verzieren Regentropfen die Bilder. Aber halt, dies hier noch, und das muss auch noch fotografiert werden. Wie diese wunderschöne Haustür und die Kaffeekannensammlung in den Fenstern.
Auspacken - einpacken der Gerätschaft, und noch einmal.

Sooo schnell geht meine Laufzeit zu Ende, 8,5 km mit vielen Eindrücken optischer, akkustischer und olfaktorischer Art.

Ein Problem bewegt mich: Ich hatte im Zimmer keinen Föhn gesehen, und so etwas bräuchte ich gleich. Nur: Ich kann doch nicht triefend nass so zur Rezeption und von dort durch den Frühstücksraum zum Zimmer gehen?
Die Lösung findet sich, als ich den Hintereingang nehme, und dort auch die Tür zur Küche offensteht, wo zwei Damen munter hantieren.
Tropfend im Türrahmen stehend frage ich laut, wo ich denn einen Föhn herbekomme und merke im gleichen Moment, wie das wohl rüberkommen muss. "Äh, ich mag zwar nicht so aussehen, aber ich habe hier ein Zimmer" schiebe ich hinterher. Das Lachen der beiden ist ansteckend und sie erklären mir, wo in meinem Bad das gesuchte Utensil versteckt ist.

Mit sauerstoffgetränktem Blut, frisch geduscht UND geföhnt schmeckt das Frühstück wunderbar und die Sitzung im Rathaus kann beginnen :-)

Momente wie diese liebe ich, laufen ist herrlich.

Samstag, 8. Juli 2017

Pimp your Schlauch - DIY


Ich liebe diese Schlauchtücher, Buff, Had oder wie sie alle heißen.
Es gibt sooo viele Möglichkeiten, sie zu tragen, wie z.B. hier im Video zu sehen: Link. Sie sind pflegeleicht, einfach zu waschen, haltbar, farbecht, vielseitig. Es gibt sie für den Winter mit Fleece, und für den Sommer mit Visor.
Sie nehmen den Schweiß auf, schützen vor Sonnenstich, bändigen das Haar bei zu viel Wind, können klatschnass gemacht prima kühlen.

Gern trage ich die Version "Cap" und "Durag". (im Video ab ca. 1:24). Wobei mir die doppelte Stofflage bei Cap im Sommer zu warm wird und Durag mir auch immer noch zu viel Stoff ans Haupt bringt.
Nur EINE Stofflage soll es sein, und sie soll auch noch luftig daherkommen.
Da ich zwischenzeitlich eine ganze Anzahl dieser praktischen Accessoires beisamen hatte, habe ich vor Längerem ein Experiment gewagt: Einfach wie Schneider Böck zur Schere gegriffen und in der Mitte durchgeschnitten!
Ergebnis: Allerbestens! Kein Saum nötig, das blau-türkisfarbene Exemplar im ersten Bild ist schon seit Jahren halbiert und erfreut sich allerbesten Zustands.

Also, wer auch eine leichte Sommerversion seines Schlauchs wünscht, dies ist das leichteste Pimping ever und aller, die noch kommen werden!
Einfach ritsch-ratsch durchgeschnitten.
Fertig!

Was allerdings nach meiner Erfahrung nicht wirklich funktioniert: Nur ein Drittel oder noch weniger abschneiden. Dieses kürzere Teilstück ist zu kurz, es verliert seine Elastizität und leiert aus.


Nebeneffekt: Aus einem Tuch hat man 2 gewonnen!









Tragen geht so:
Könnte man zwar auch durch Zusammenlegen des Schlauchs in der Mitte hinbekommen, aber dann wären es eben 2 Lagen und die dann entsprechend wärmer.









Sport war natürlich auch. Vorvorgestern eine schöne Fahrt mit der grünen Elli am schattigen Ufer der Erft entlang. Hier ein kurzer Zwischenstopp an einer Wegmarkierung des Horremer Abendlaufs vom letzten Freitag.
1,5 Stunden, die ich anstelle eines einstündigen Laufs im Mitteltempo plus Beinkraftübungen auf dem Trainingskonto verbuche. Der Muskelkater hinterher bestätigt den Effekt.

Gestern hätte ich eigentlich auch nach Plan kurz laufen sollen. Aber, nun ja, 33° waren da nicht wirklich einladend. Und ich war zuvor zwecks Besorgungen schon zu Fuß durch Köln geflitzt, was die Waden ein wenig schwer werden ließ.... Und dann war es auch schon Zeit fürs Abendessen... Was soll ich sagen, dem mentalen Schwächeanfall bin ich erlegen...
Heute dann aber 10 angenehme Kilometer in der Morgensonne. Auf neuen Laufeinlagen in den Schuhen: Neues System, neues Gefühl. Aber keinesfalls schlecht, angenehm anders.

24°, 10 km, 1:04:08, (6:30 Min/km), HF 130